Mater Ecclesia: "Für Kirche und Kustode"

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Lhankor Mhy
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Mater Ecclesia: "Für Kirche und Kustode"

Beitrag von Lhankor Mhy »

Hier kommen noch ein paar Informationen zur Templer- und Monachen-Runde "Für Kirche und Kustode":

Im Jahre 2491 hat der Pontifex Maximus Petrus Secundus die zur Zeit immer noch gültigen Regeln für die Templer aller Orden zusammengefaßt in einem Werk, welches sich "Die neue Templerbulle" nennt. Darin sind die Gebote und Verbote für Templer unabhängig von den gesonderten Regelungen der einzelnen Orden enthalten. Nach diesen Geboten gilt für Templer unter anderem Folgendes:

:!: Ein Templer hat der der Angelitischen Kirche als Organisation, sowie allen Angehörigen dieser Organisation ewige Loyalität geschworen.
:!: Ein Templer darf nichts tun, was der Angelitischen Kirche Schaden zufügen mag.
:!: Ein Templer darf keine Mitglieder der Angelitischen Kirche angreifen oder sonst irgendwie schädigen, oder es auch nur versuchen.
:!: Ein Templer darf einen anderen Templer ausschließlich in Notwehr bekämpfen oder gar töten.
:!: Ein Templer darf einen anderen Templer angreifen oder töten, wenn dieser von einem ordentlichen Tribunal aus den Reihen der Templer ausgestoßen wurde.
:!: Ein Templer darf nie üble Rede oder Widerworte gegen die Engel oder die gesamte Angelitische Kirche führen, da sie heilig sind.
:!: Ein Templer darf nie stolz sein, da dies eine Todsünde ist, sondern er wird alle ihm aufgetragenen Aufgaben in Demut und gottgefälliger Pflichterfüllung tun.
:!: Ein Templer ist nicht auf weltliche Reichtümer aus, da diese nur auf den Weg des Versuchers führen.
:!: Ein Templer darf sich nicht ohne Aufforderung oder ohne Befehl in die Angelegenheiten des einfachen Volkes mischen.
:!: Ein Templer wird stets den Engeln treu und bis zur Selbstaufgabe dienen, auf daß er dereinst selbst ein Engel werde.
:!: Ein Templer pflegt keinerlei Umgang mit Traumsaat-Dämonen, da dies ins Verderben führt, und zwar den gesamten Orden.
:!: Ein Templer wird alles daran setzen die Himmel vor Gefahren von innen und außen zu schützen.
:!: Ein Templer macht sich die Feinde der Angelitischen Kirche zu seinen eigenen Feinden, die er ohne Unterlaß und ohne Gnade bekämpfen wird.
:!: Ein Templer kann sich auf die Verbündeten der Angelitischen Kirche verlassen.
:!: Ein Templer wird alles daran setzen, die verderbten Werkzeuge des Versuchers ausfindig zu machen, sie sicherzustellen und sie der Angelitischen Kirche zur sicheren Verwahrung zu übergeben.
:!: Ein Templer hält sich stets an die Tribunals-Beschlüsse seines Ordens und respektiert die Wünsche des Konsistoriums. Dabei ist sichergestellt, daß Tribunale der Templer des jeweiligen Ordens stets nach Wort und Bedeutung der "Neuen Templerbulle" und den Werten der Angelitischen Kirche handeln werden.
:!: Ein Templer wird alles in seiner Macht stehende tun, um die Vormacht des Herrn und der Angelitischen Kirche zu mehren.
:!: Ein Templer stellt sein Leben in den Dienst des Herrn und der Angelitischen Kirche.
:!: Ein Templer lobpreist den Herrn den ganzen Tag über.
:!: Ein Templer, der auch nur einen seiner Eide bricht, wird durch ein Urteil eines Tribunals ausgestoßen werden aus seinem Orden und seine damaligen Brüder und Schwestern kennen ihn nicht mehr als einen der ihren und werden den Ausgestoßenen mit der Nachsicht der Kirche behandeln und ihn schnell von seinen Übeln läutern.

Soviel dazu. Meiner Meinung nach wißt ihr jetzt ja, worauf Ihr Euch mit den Templer-Charakteren eingelassen habt...

<hr>
Ich hätte Euch ja gerne die entsprechende Passage aus den Engel-Publikationen wörtlich zitiert, da aber der Verlag ***** und ******* [Name eines besser nicht zu nennenden Rollenspielverlags] (in Gestalt von Bookworm55 - Ole Christiansen) jedem mit Klagen droht, der eine "Veröffentlichung" ganzer Absätze der ***** und ******* [Name eines besser nicht zu nennenden Rollenspielverlags]-Publikationen vornimmt, mußte ich die eigentlich viel stimmungsvolleren Texte hier gekürzt und umschrieben wiedergeben. Offiziell handelt es sich bei dem obigen Text um eine rein private Inhaltsangabe zur Meinungsäußerung.
Zuletzt geändert von Lhankor Mhy am Di Apr 06, 2004 3:48, insgesamt 1-mal geändert.
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Ah ja... immer gut zu wissen... :)
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Hugo hatte nach dem ersten Abend der Templer-Runde ein sehr ausführliches Gedächtnisprotokoll des Abends angefertigt. Dieses möchte ich unter Hervorhebung von Hugos Verdiensten hier publizieren. Mein Anteil daran beschränkte sich auf eine Korrektur mancher Namen und Orte, bzw. um das Einbringen der notwendigen Angelitischen Glaubenstreue in die Darstellung.

Mater Ecclesia: "Für Kirche und Kustode"

(Teil 1 vom Do.25.03.2004)

dramatis personae:
  • Frater Markus v.d Gabrieliten - Monache (Björn)
    Steiner v.d. Gabrieliten - Templer (Hugo)
    Benedicta v.d. Gabrieliten - Jungtemplerin (Anne)
    Tulpe v.d. Gabrieliten - Jungtempler (Curt)
    Sim v.d. Gabrieliten - Jungtempler (Manuel)
Frühjahr 2654 im Himmel zu Nürnberg (Montag 12.März):

Die drei Gabrielis-Jung-Templer Sim, Tulpe und Benedicta, sowie der erfahrenere Gabrielis-Templer Steiner erhielten den Auftrag sich um 9:00 Uhr bei Bruder Markus zu melden, der in einem wohlbekannten Unterrichtsraum auf die Templer wartete. Nachdem alle eingetroffen waren, erklärte Bruder Markus den Templern, dass sie den Auftrag haben einen Waffen- und Ausrüstungstransport der Gladier zum Kloster Langwald zu bringen, das im Osten Noricums – der Provinz um den Gabrieliten-Himmel herum – gelegen ist. Das Kloster sei etwa eine Tagesreise mit dem Ochsenfuhrwerk entfernt, liege aber mit seiner östlichen Lage in einem dünn besiedelten Gebiet, da hier die ersten Ausläufer des Mons Terroris beginnen. Da es bereits etwas spät sei (nach 9:00 Uhr morgens) verkündete Bruder Markus, dass man erst am kommenden Morgen aufbrechen werde.

Die Templer gingen sogleich Ausrüstung fassen. In einer tiefen Außenstelle des Armamentariums holten sich die Templer alles an Waffen, was über ihr stets getragenes Langes Schwert hinausging. Insbesondere holte sich Tulpe seine favorisierte Stangenwaffe, einen „Krähenschnabel“ – wo die meisten Templer mit der Hasta als Stangenwaffe zufrieden sind, hatte Tulpe auch in seiner Ausbildungszeit viel Eifer und Energie in das Meistern dieser besonderen Waffe gesteckt, weshalb sie ihn bei seinem ersten Einsatz jenseits der Stadtgrenzen von Nürnberg begleiten sollte. Mit dieser Waffe hatte er am ehesten das Gefühl ganz eins werden zu können. Alle fassten Reiseproviant, wobei sich die drei Jungtempler jeweils eine Tagesration holten - Steiner versorgte sich sicherheitshalber gleich mit fünf Tagesrationen.

Um im Himmel nicht als beschäftigungslos aufzufallen beschlossen Sim und Tulpe, die zwei Jungtempler, sich noch etwas in den Waffen zu üben. Auf dem Plärrer, dem großen freien Platz vor und um den Gabrieliten-Himmel, der traditionsgemäß als Exerzier- und Übungsplatz für die Templer dient, wagten sie ein Duell mit dem Kampfstab, der Grundwaffe für alle Stangenwaffen. Bei den hart disziplinierten Templern auf dem Plärrer löste dies leichte Verwunderung aus, sah dieser Waffengang doch nicht so aus, als ob er auf Befehl erfolgte.

Kaum hatten sich beide in Kampfbereitschaft gestellt, da griff Tulpe auch schon ungestüm mit aller Leidenschaft an, doch konnte Sim mit nur scheinbar verzweifeltem Blocken, Parieren und Ausweichen, sich einen kleinen Vorteil verschaffen: durch seine ungestümen Angriffe gab Tulpe sich eine gefährliche Blöße, die Sim sofort ausnutzte. Mit einem kräftigen horizontalen Hieb, direkt und ansatzlos aus seiner letzten Parade ausgeführt, griff Sim die untere linke Blöße Tulpes an. In letztem Augenblick ahnte Tulpe den Angriff seines Kameraden mehr, als er ihn sah und handelte automatisch, so wie er es für den Ernstkampf gelernt hatte: er lenkte Sims Hieb mit dem einen Ende seines Kampfstabes ab, während er das andere Ende zum tödlichen Stich in Sims Kehlkopf stieß. Doch bei Sim war die Gnade des Erzengels stark. Er sah, daß er getroffen werden würde und sein einziger Gedanke vor dem Treffer war: "Was würde Gabriel jetzt tun?" Dann ohne jeglichen Versuch einer Abwehr – der bei Tulpes meisterlich geführtem Stich ohnehin sinnlos gewesen wäre – schmetterte er seinen Kampfstab von oben über den Stich Tulpes hinweg diesem hart zum Kopfe ein. Die Zeit schien langsamer als normal zu vergehen. Sim erinnerte sich noch an den Merkvers des Ausbilders zu dieser Taktik: „Mit dem Vertrauen in Gott und Gabriel, wird dem Gerechten kein Schaden widerfahren und die Ungerechten werden geläutert werden. Merke: Hau stark in den Angriff mit ein, kein Schaden vor Gott wird Dir sein.“

Sims Hieb traf Tulpe schwer aufs Haupt. Dessen meisterlicher Konterstich traf seinerseits Sim voll am Kehlkopf. Durch den schweren Kopftreffer war Tulpe jedoch nicht mehr eins mit seiner Waffe. Seine Kraft war nicht mehr voll da. So entging Sim einem eingedrückten Kehlkopf, was selbst hier in der Nähe auch von heilenden Engeln Raphaels garantiert seinen Tod bedeutet hätte. Tulpe machte hingegen seinem Namen – wieder einmal – alle Ehre und „blühte auf“ durch eine immense Platzwunde am Kopf. "Gut, daß seine Haare rot gefärbt sind", dachte sich Sim, "da sonst jeder die rote Lache gleich bemerken müßte". Ein Armatura der Templer, der das Entgleisen dieses Übungsgefechts mitverfolgt hatte, griff ein und stellte beide zur Rede. Nach höflichen Ermahnungen die korrekte respektvolle Haltung anzunehmen, wenn man in Gegenwart von Vorgesetzten ist, schickte der Armatura beide zu den Raphaeliten des Templerkomplexes in den Himmel, um sich verarzten zu lassen.

Im Krankenbereich angekommen wurde Tulpe sofort verarztet. Da sein Kopf blutete ward er gewaschen, genäht und verbunden. Eine hilfsbereite Begine der Raphaeliten bemerkte sofort Sims heiseres Krächzen, mit dem er versuchte sein Kehlkopfproblem zu schildern, worauf er den Segen Raphaels und eine Handvoll wundersamer Tabletten gegen Halsschmerzen und Heiserkeit erhielt und das Versprechen, daß er, sollte sich noch ein Schnupfen einstellen, gerne wiederkommen könne.

Benedicta vertriebt sich dieweil etwas die Zeit und ging dann zum Essen in ein Templer-Refektorium. Da sie Vegetarierin ist, begnügte sie sich mit Reis und Gemüse, auch wenn den Templern - anders als den Monachen und Engeln – im Gabrieliten-Himmel auch stets die Nürnberger Spezialität, die Röstbratschweinchen, dargeboten werden.

Steiner erinnerte sich an seine Erfahrungen mit Vorgesetzten an der Ostfront und machte sich daher schon mal selbst über die Reiseroute und die anstehenden Gefahren kundig. In einem Raum mit Karten der näheren Umgebung von Noricum ließ er sich erklären, daß man den Weg abkürzen kann, wenn man den Kanal von Nürnberg benutzt. Beiläufig bekam er dabei mit, dass die Aufgabe einen Gladier- Nachschubtransport zu leiten und zu begleiten eigentlich keine normale Aufgabe für einen so hoch stehenden Monachen wie Bruder Markus sei. Aber wenn der Herr und die Kirche es so will, dann wird das alles schon seine Richtigkeit haben. Trotzdem quälten Steiner diese beiden Fragen:
"Warum wurde gerade Bruder Markus für diese Aufgabe ausgewählt? Und warum sind wir noch nicht schon längst unterwegs?"
Bruder Markus wurde von Bekannten im Himmel höflich daran erinnert, daß der Gladier-Nachschubtransport eigentlich durchaus dringend sei und er daher eigentlich schon seit mindestens zwei Stunden unterwegs sein sollte. Daraufhin eilte Bruder Markus durch den unteren Teil des Himmels und suchte seine Templer.

Die drei Jungtempler hatten sich inzwischen gefunden und waren auf den Gedanken gekommen, daß der Transport trotz des Eindrucks, den Bruder Markus erweckt hatte, vielleicht doch dringender ist, als man vielleicht anfangs annahm, und suchten nun ihrerseits Bruder Markus.

Durch eine glückliche Fügung des Herrn fand Bruder Markus all seine Templer binnen kurzer Zeit und man machte sich daran mit dem Ochsenfuhrwerk aufzubrechen. Dabei kam ihm die Idee, die verlorene Zeit aufzuholen, indem der Transport den Weg über den Kanal nimmt. Dazu schickte er einen Boten zum Kai und forderte eine Fähre an. Hier bewies Bruder Markus, daß er ein geschicktes Händchen hat, beim Aussuchen von Leuten, die seine Aufgaben abarbeiten müssen. Der Monache, den er beauftragt hatte, kam zwar schweißgebadet, aber mit der guten Nachricht zurück, daß er einen Treidel-Kahn gemietet hat.

Auf dem Weg durch die notorisch verstopften Straßen Nürnbergs verschafften die Templer sich und dem Ochsenkarren erst einmal mit den Schäften ihrer Hastas Platz zum Vorankommen. Dabei schlug Benedicta einer Frau dergestalt in die Rippen, daß einige brachen und die Frau schwer verletzt am Straßenrand zusammenbrach. Passanten kümmerten sich um die Verletzte und blickten empört den Templern nach, doch traute sich keiner einen Streit vom Zaume zu brechen.

Nach Verladen des Ochsenkarrens auf dem Treidel-Kahn, der schon einmal bessere Tage gesehen hatte, aber wenigstens der Kahn mit den besten Zugtieren war, brach man auf. Die großen Schleusen im Kanal gaben während der obligatorischen Inspektion durch spezielle Templer-Einheiten Gelegenheit die exquisite Schnitzkunst der Gabrielis-Handwerker an den Schleusentoren schätzen zu lernen. Auf dem weiteren Weg auf dem Kanal gelang es auch tatsächlich die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Da der Kanal jedoch bald einen anderen Wegt nimmt, musste das Ochsenfuhrwerk nach ein paar Stunden Fahrt stromaufwärts wieder an Land gesetzt werden – dennoch hatte sich der Weg über das Wasser gelohnt, da die Verspätung fast eingeholt war.

Es begann heftiger zu regnen. Auf einer sich stetig verschlechternden Straße, mehr einer Art Weg nach Osten war Tulpe besonders aufmerksam. Er bemerkte etwas in der Marschrichtung zur Rechten im Unterholz. Es hörte sich nach Hufgetrappel an. Da allgemein bekannt ist, daß in dieser Region Noricums ab und an Raubgesindel – meist Überreste verderbter Schrottbaron-Söldner – unterwegs ist, ging er auf Anweisung Bruder Markus’ in aller Vorsicht dem Geräusch nach.

Im Gebüsch, kaum aus der Sicht der Straße sah Tulpe einen Reiter im Gehölz. Vorsichtig sich nähernd konnte er zuerst nur seine Umrisse ausmachen. Ein stattlichen Ross, wohl ein Schlachtross. Ein Reiter in schwerer Vollrüstung wie sie auch die Beutereiter tragen. Doch irgendetwas stimmte hier nicht. An der Rüstung fehlten die Ordensinsignien eines Beutereiters. Zudem lag ein leicht moderiger, fast fischiger Geruch in der Luft, der so garnicht hier hin passen wollte. Er faßte seinen Krähenschnabel fester und ging in Richtung des Reiters. Aus nächster Nähe betrachtet, war Tulpe etwas verwirrt. Das war kein Reiter! Mann und Ross waren ein Wesen! Zudem war an der Stelle, wo man den Kopf des Rosses erwartet hätte einfach nichts – Luft. Alle inneren Alarmposaunen schlugen bei Tulpe an, da machte dieses Wesen einen jähen Satz nach vorne und streckte seine – was? – Arme? – , die es vor seiner Brust gehalten hatte, was einem Rüstungsteil, einer Brustplatte nicht unähnlich sah, in einer verrenkten Art nach vorne. Im Strecken gewahrte Tulpe an jedem dieser Arme eine lange Sichelklinge mit geriffelter Schneide. Beide Klingen sausten schnell auf ihn zu. Tulpe war zu fasziniert vom seltsamen Äußeren dieser Kreatur, daß seine Kampfreflexe zu spät ansprangen. Doch er hatte Glück. Seine Füße rutschten im matschigen Boden ungeschickt weg, so daß er auf ein Knie hinunter mußte – genau in dem Augenblick wo beide Sichelklingen durch den Raum pfiffen, wo vor dem Ausrutscher gerade noch sein Oberkörper war.

Gespannt hatte der Rest des Trupps die Erkundung durch Tulpe verfolgt und bekam sofort den Kampfeslärm und die Warnrufe Tulpes mit. Sim eilte seinem Waffenbruder sofort zu Hilfe und zog im Rennen seinen Katar-Dolch. Auch Benedicta zögerte keinen Moment und lief hinzu. Sim und Benedicta entdeckten Tulpe kauernd vor einer grotesken Gestalt, die vage an einen gepanzerten Reiter erinnerte aber ebenso an einen riesenhaften Krebs oder ein ähnliches Gliedertier. Und noch etwas fiel auf – es war nicht das einzige seiner Art.

Ein weiteres dieser Zerrbilder eines Panzerreiters griff mit doppelten Sichelklingen Sim an, während ein anderes aus dem Gebüsch tretend auf Benedicta einhackte. Sim hatte Glück und entging dem ersten Ansturm unverletzt, so daß er sich zu Tulpe hindurchschlagen konnte. Doch Benedicta konnte nur einer der beiden Sichelklingen ausweichen, die andere grub sich trotz eines verzweifelten versuchten Blocks mit dem Schaft ihrer Hasta in ihren linken Arm. Vom Schmerz ließ sich Benedicta jedoch nicht überwältigen, sondern erkannte sofort ihre Chance. Die Kreatur vor ihr hatte statt eines Pferdehinterleibs den zusammengerollten Schwanz eines riesenhaften Krebses. Sie erinnerte sich daran, daß Flußkrebse nicht fliehen können, wenn man ihnen einen Holzstab in die Krümmung ihres Hinterleibs legt. So griff sie beherzt ihre Hasta und schob mit mehr Glück als Können die Hasta dieser Kreatur vor ihr von der rechten Seite hinter den gekrümmten Krebsschwanz. Mit Zug aus ganzer Leibeskraft gelang es Benedicta die Kreatur am sich wenden zu hindern, während diese versuchte ihren starren Oberkörper soweit zu winden, daß wieder die Sichelklingen zum Einsatz kommen konnten.

Tulpe hatte sich indes wieder aufgerappelt, einen soliden Stand erreicht und schmetterte einen wuchtigen Hieb mit seinem Krähenschnabel der Kreatur auf den Leib. Doch trotz der Wucht zeigte das Wesen sich kaum beeindruckt. Zu dick erschien der Panzer aus Chitin-artigem Material. Sim der inzwischen einen guten Blick auf das Wesen vor Tulpe erhaschen konnte, sah sogleich die Schwachstelle in der Panzerung. Jedesmal, wenn das Wesen mit seinen Sichelklingen zuschlug, entblößte es eine Stelle, dort wo normalerweise der Hals des Reiters gewesen wäre, und an dieser Stelle sah der Panzer feingliedriger und beweglicher, also wohl auch dünner aus. Mit dem Mute Gabriels stieß Sim seinen Katar-Dolch tief in die empfindliche Stelle des Wesens. So tief, daß sein Arm bis zum Ellenbogen in die Alptraumkreatur fuhr, die sogleich unter Zuckungen zu verenden begann.

Indes stürmte auch Bruder Markus mit gezücktem Schwert zum Kampfgeschehen, Steiner dicht folgend. Markus lief dabei sogleich der Kreatur in den Weg, die bereits Sim anfangs angegriffen hatte. Er hatte Glück und wurde verfehlt. Steiner versuchte einen Sturmangriff, hatte aber kein Glück und rutschte auf dem regennassen Grund des Dickichts aus.

Sim rief Markus und den anderen zu, wo die Schwachstelle dieser verderbten Dämonen zu finden sei, während er seinen Arm aus dem Kadaver des unnatürlichen Wesens zog.

Benedicta verließen langsam die Kräfte. Wie lange sie mit ihrer Hasta dem Ziehen und Zerren des Dämons noch zu widerstehen vermochte wußte allein Gabriel. - Da zerriss ein lauter Knall die Luft. Das, was bei Benedictas Gegner wie ein Kopf aussah, platzte auf und zerstob formlich in kleinen Brocken Chitin und vielfarbigen Schleims aus dem, was in dieser Kreatur hinter der harten Schale steckte.

Inzwischen gelang es Bruder Markus, mit dem Schwert längst nicht so geübt wie seine Brüder und Schwestern die Templer, allen Angriffen der Kreatur vor ihm zu entgehen und seine lange Einhandklinge tief in den „Hals“ dieses Wesens, das unzweifelhaft ein Traumsaat-Dämon war, zu stoßen. Der Dämon zuckte ein letztes Mal gefährlich in Bruder Markus’ Richtung, verendete aber gleich darauf.

Während Sim seinen rechten Arm vom Schleim der Organe des erlegten Wesens reinigte, schlug Tulpe in heiligem Zorne Gabriels den Dämon vollends mit seiner massiven Waffe kurz und klein.

Steiner rappelte sich wieder auf und besah sich das Schlachtfeld. Sogleich bemerkte er in einiger Entfernung einen Reiter in matt-metallisch schimmernder Rüstung mit einer seltsam aussehenden, kurzen "Muskete" an deren Lauf unten ein Kasten angebracht ist. Sein Blick war an der Ostfront geschult: das sind Ketzerwaffen, wie sie die verderbten Schrottbarone an manche ihrer Truppen herausgaben. Sogleich war die Erinnerung an die Befreiung von Ansbach durch die Kirche vor 10 Jahren wieder da. 10 Scharen der Himmlischen Streiter und mehr als 500 Gabrielis-Templer sowie ein paar tausend Söldner der Kirche. Eine feine Armee! Und was hat es ihnen genutzt? Seine ganze Einheit, alle 10 Hände an Templern – bis auf ihn selbst - ausgelöscht. Einfach weggefegt durch vorsintflutliche Ketzerwaffen. Niedergemäht ohne Ehre, ohne Chance, ohne Sinn. Ja, Ansbach wurde befreit – doch um welchen Preis? Sein Blick verfinsterte sich, als er den verderbten Ketzer-Reiter ansah. Langsam, gefährlich langsam wie ein Raubtier, ging Steiner näher auf den Reiter zu.

In Noricumer Common sprach der Reiter etwas davon, wie gefährlich es doch auf den einsamen Straßen dieser Region sei. Doch Steiner hörte ihn nicht wirklich. Auf fünf Schritt Distanz sprang er vor, riss seine Hasta zu Ehren Gabriels in die Höhe und stürmte mit dem Kampfschrei "Ketzer" auf den Reiter mit der "Muskete" ein. Sein unerwarteter Hieb trug den Segen des Todesengels, da er den Reiter schwer in die Brust traf. Die Rüstung des Reiters – wohl aus Polymer bestehend – wurde durch die Wucht in der Brust gespalten und der Reiter fiel unkontrolliert nach hinten.

Nachdem klar war, daß ihr Traumsaat-Dämon sich nie wieder erheben würde, kam Benedicta aus dem Dickicht. Sie sah wie Steiner auf den Reiter einschlug, als sich mit lautem, mehrfachem Knall eine ganze Garbe an Schüssen aus der seltsamen "Muskete" des Reiters löste und sie einen heftigen Schlag an ihrem linken, bereits von einer Dämonen-Sichelklinge verletzten Arm verspürte. Die Wucht warf sie auf der Stelle herum und sie sackte gegen einen Baumstamm. Da war der Verderber im Spiele, daß etwas derart böse ablief. Doch die Erzengel, allen voran Gabriel, gaben ihr neue Stärke und so sprang sie auf und rannte mit einem wüsten Sturmangriff mit ihrer Hasta den taumelnden Reiter vollends aus dem Sattel.

Durch den Sturz verletzte sich der Reiter schlimmer, als durch die Waffenangriffe, da seine Polymer-Rüstung viel vom Waffeneffekt abfing, jedoch seine Rippen nicht vor einem derart heftig herbeigeführten Sturz vom Pferd bewahren konnte.

Dieweil Sim sich zurück zur Straße bewegte, erkundete Tulpe die Umgebung, aus der die Angreifer kamen. Er entdeckte etwas im Gebüsch ein paar Dutzend Schritte weiter im Dickicht. Es war ein menschlicher Körper und mehr. Auf der Leiche, die offenkundige Bißspuren aufwies, krabbelten und fraßen eine ganze Menge Käfer. Enorme Käfer mit einem Körper, der größer als eine Männerfaust war und ganz eigentümliche Ausformungen auf dem Rückenpanzer besaß. Diese Ausformungen sahen auf den ersten Blick wie das Maßwerk am Himmel und in den Kirchen Nürnbergs aus. Solch eine blasphemische Zeichnung konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Das dachte sich Tulpe und schlug wild und in ungebändigtem Zorne auf die Käfer ein. Er tötete sieben dieser Kreaturen, als er zu seiner Überraschung bemerkte, wie die verbliebenen drei Flügel ausbreiteten und unter höhnisch schnarrendem Fluggeräusch das Weite suchten. Die inzwischen arg zerschlagenen Überreste des Leichnams untersuchend, entdeckte Tulpe an der schwarzen Kutte, daß es sich wohl hierbei um einen toten Gabrielis-Monachen handeln mußte. Mit dieser Erkenntnis machte er sich auf den Weg zur Straße.

Zwischenzeitlich kam auch Sim wieder zur Straße und sah sofort die Situation: Benedicta verletzt und mächtig aus der Schulter und dem linken Arme blutend, Steiner mit zornverzerrtem Gesicht und am Boden ein Ketzer in verderbter Rüstung. Nicht lange zögernd lief er hinüber, um dem vom Pferde gestürzten das Strafgericht Gabriels zu bringen. Doch noch ehe er seinen bewährten Katar-Dolch dem Ketzer in die Kehle für einen schnellen Tod stoßen konnte, rief Bruder Markus ihm Einhalt zu. Sim versuchte sich zu bremsen und glitt auf dem matschigen Untergrund leicht aus, so daß er neben dem Ketzer am Boden zu liegen kam. Sogleich setzte er – sicher ist sicher – diesem die Klinge bedrohlich nahe an den Hals, ohne jedoch sogleich das Strafgericht zu vollstrecken.

Bruder Markus war inzwischen auch wieder bei der Straße angekommen und sah den Ketzer kampfunfähig und unter Kontrolle. Schon glaubend, daß nun die Gelegenheit da wäre, sich ein ruhiges, überlegtes Bild der Lage zu machen, rechnete er nicht mit Tulpe.

Tulpe kam von seiner Entdeckung im Dickicht zurück und sah auf der Straße eine merkwürdige Szene. Bruder Markus stand unschlüssig herum, Steiner und die schwer verwundete Benedicta standen mit ihren Hastas da und hielten einen am Boden liegenden Gepanzerten in Schach, neben dem am Boden Sim kauerte, seinen Dolch an dessen Kehle. Da brannte in Tulpe heiß Gabriels ungezügelte Flamme und seinen Krähenschnabel zum Gericht erhoben, stürmte er vor, um den Ketzer die Gerechtigkeit Gottes spüren zu lassen.

Steiner hatte sich inzwischen wieder unter Kontrolle, sein momentaner Abscheu war nicht so sehr verraucht, sondern eher unter strenger Kontrolle. Da sprang wie von Sinnen Tulpe mit seiner schweren Waffe auf den Ketzer zu. Tulpes Absicht war klar, aber vielleicht konnte der Ketzer noch etwas gestehen, bevor er geläutert würde. Daher schob Steiner den Schaft seiner Hasta vor die Füße Tulpes, so daß dieser strauchelte. Im Straucheln jedoch, stürzte er so unglücklich, daß seine massive Stangenwaffe in tödlichem Bogen auf den am Boden kauernden Sim zu flog. Mit einem schlimmen Geräusch fuhr der Krähenschnabel in Sims Oberschenkel, während Tulpe bäuchlings auf dem schmierigen Weg landete.

Im Zorne blind versuchte Tulpe im Aufstehen seine Waffe um sich herumzuschwingen, wie es für den Kampf gegen übermächtig viele Gegner gelehrt und geübt wurde, doch brachte Gabriels Milde ihn zur Kontrolle seines inneren Feuers und er übte Nachsicht an seinen Brüdern und Schwestern, gegen die er sich beinahe schwer versündigt hätte.

Endlich übernahm Bruder Markus wieder seine Verantwortung für die Truppe. Nachdem er wiederholt auf die Moralität eines guten Gabrielis-Templers gepocht hatte, fügte sich endlich alles seinem Oberbefehl. Steiner versorgte die Wunde von Benedicta – er hatte auf die härteste Weise auf den Schlachfeldern der Ostfront und vor allem vor Ansbach gelernt, wie man solche von Ketzerwerk geschlagenen Wunden vorläufig versorgt, bis sich ein Raphaelit darum kümmern kann.

Bruder Markus fesselte inzwischen den verletzt und bewegungsunfähig am Boden liegenden Ketzer-Reiter und stellte die "Muskete" sicher. Auch die Wunde von Sim wurde versorgt und alle zusammen wuchteten den Gefangenen auf das Ochsenfuhrwerk.

Tulpe berichtete dann, daß er im Gebüsch die Leiche eines Gabrielis-Monachen gefunden habe. Bruder Markus war darauf recht hellhörig und ließ sich zu der betreffenden Stelle hingeleiten. Nach Examination der Leiche wollte er sie zuerst hier in der Wildnis liegenlassen. Nachdem jedoch seine treuen Templer besser wußten, was Recht ist, und ihm entsprechende Vorhaltungen machten, fand er sich bereit die Leiche mitzunehmen - sie wurde ebenfalls auf den Ochsenkarren gelegt.

Sim, durch seine Verletzung am Oberschenkel am Gehen etwas behindert, durfte auf dem Fuhrwerk mitfahren. Das Pferd des Ketzers wurde kurzerhand an das Ochsenfuhrwerk angebunden und mitgenommen.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit erreichte die Truppe mit dem Gladier-Nachschubtransport das Urielis-Kloster "Langwald".

Die Monachen und Templer des Klosters, die die Gabrielis-Truppe freundlich an den Wehrtürmen des Klosters empfingen, zeigten sich außerordentlich begeistert über den Gefangenen. „Ihr habt ja den Ansbacher gefangen!“ sagten sie und meinten damit DEN Ansbacher – den letzten und berüchtigtsten Schrottbaron in dieser Region Noricums. "Möge der Herr seiner verderbten Seele beistehen!"
Zuletzt geändert von Lhankor Mhy am Mi Apr 07, 2004 0:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Evil Gretchen
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Beitrag von Evil Gretchen »

wunderbar
schön, unser kampfgetümmel immr wieder revue passieren lassen zu können...
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Calhagan
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Beitrag von Calhagan »

aaaaalso.
ich würd gern auf ein zwei dinge hinweisen. ^^

erstens.... Tulpe wird von MIR, von "Curt" gespielt.... ehre wem ehre gebührt.


Sim Similiar Gehört dagegen Manuel. wollt ich nur mal klarstellen.

und zweitens.... hat da jemand n tonband mitlaufen lassen..? Oô
ich möcht euch beiden zu dieser leistung gratulieren, ich habs gern nochmal gelesen was wir so angerichtet haben,... und von wegen wortwahl und "stimmung", erstklassig rübergebracht, im text wie im rpg.

By Calhagan :dontgetit:
Wenn man einen Zug baut, in dem Alle Menschen aus Frankfurt nach Berlin fahren können, wäre dieser Zug genau 400 Km lang. Das wäre genau die Strecke Frankfurt-Berlin! Man müsste also nur hinten einsteigen und bis nach vorne durchlaufen, und schon ist man da. Geniale Idee!
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Evil Gretchen
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Re: Mater Ecclesia: "Für Kirche und Kustode"

Beitrag von Evil Gretchen »

hach wie nett. wir haben ja gegen immens viele Regeln verstoßen... was passiert mit templern, die richtig heftigen regelbruch begehen...?
Lhankor Mhy hat geschrieben:
:!: Ein Templer darf einen anderen Templer ausschließlich in Notwehr bekämpfen oder gar töten.

Huihuihui... also aufgepasst, sim und tulpe... ohne die moral wär das stark ins auge gegangen (wortwörtlich)

:!: Ein Templer darf nie stolz sein, da dies eine Todsünde ist, sondern er wird alle ihm aufgetragenen Aufgaben in Demut und gottgefälliger Pflichterfüllung tun.

Kein Stolz...? Wie war das mit dem "Ich klopf mir auf die Schulter, mann war ich gut...?

:!: Ein Templer ist nicht auf weltliche Reichtümer aus, da diese nur auf den Weg des Versuchers führen.

"Hat er geld oder sonst etwas wertvolles bei sich...?"

:!: Ein Templer pflegt keinerlei Umgang mit Traumsaat-Dämonen, da dies ins Verderben führt, und zwar den gesamten Orden.

Najaaa, solange erstechen, ersingen, ermorden und ertanzen erlaubt ist...

:!: Ein Templer lobpreist den Herrn den ganzen Tag über.

??? wieder so ein Punkt, den wir nicht so ganz eingehlten haben...
naja...
hättest du uns diese regeln halt verschwiegen... jetzt wird das wohl nichts mehr mit "das hab ich nicht gewusst...!" :D
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Calhagan hat geschrieben: erstens.... Tulpe wird von MIR, von "Curt" gespielt.... ehre wem ehre gebührt.

Sim Similiar Gehört dagegen Manuel. wollt ich nur mal klarstellen.
Habe gerade die Namen entsprechend geändert - mit der Zeit merke ich mir schon noch, wer wer ist. - Eigentlich merke ich mir die Charakter-Namen immer viel besser als die Spieler-Namen; das war schon immer so. :)
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Hmmm, ich hab jetzt wieder richtig Lust auf mehr... :D

Für Gott und Gabriel!
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Re: Mater Ecclesia: "Für Kirche und Kustode"

Beitrag von Lhankor Mhy »

ani chan hat geschrieben:hach wie nett. wir haben ja gegen immens viele Regeln verstoßen... was passiert mit templern, die richtig heftigen regelbruch begehen...?
Das stand doch auch da:
Lhankor Mhy hat geschrieben: :!: Ein Templer, der auch nur einen seiner Eide bricht, wird durch ein Urteil eines Tribunals ausgestoßen werden aus seinem Orden und seine damaligen Brüder und Schwestern kennen ihn nicht mehr als einen der ihren und werden den Ausgestoßenen mit der Nachsicht der Kirche behandeln und ihn schnell von seinen Übeln läutern.
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Evil Gretchen
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Beitrag von Evil Gretchen »

das wusst ich nicht, dass die regeln eide sind... :D

oh weh... wmit wir wieder beim Thema wären *grins* : die kirche behandel uns mit nachsicht und läutert uns schnell von unseren übeln...

ich halte hiermit schriftlich fest, dass ich nicht vorhabe, jemals gegen einn eid zu verstoßen...

so. jetzt fühl ich mich wieda besser :D
freu mich schon, wenns witer geht, und wir endlich unsere belohnung für den ansbacher bekommen.

nein! Natürlich will iuch keine belohnung. ich bin ja templer. ich pfeife auf weltliche reichtümer. und stolz darauf, dass wir den gefangen haben bin ich auch nicht. ehrlich


(hoffentlich klang das auch schön glaubwürdig...) :D
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

ani chan hat geschrieben: nein! Natürlich will iuch keine belohnung. ich bin ja templer. ich pfeife auf weltliche reichtümer. und stolz darauf, dass wir den gefangen haben bin ich auch nicht. ehrlich

(hoffentlich klang das auch schön glaubwürdig...) :D
Du hast noch eins vergessen:

:!: Ein Templer lobpreist den Herrn den ganzen Tag über.

Na?

Höre ich immer noch keine Lobesgesänge und Choräle... :wink:
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Red Alert
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Beitrag von Red Alert »

Calhagan hat geschrieben:aaaaalso.
ich würd gern auf ein zwei dinge hinweisen. ^^

erstens.... Tulpe wird von MIR, von "Curt" gespielt.... ehre wem ehre gebührt.


Sim Similiar Gehört dagegen Manuel. wollt ich nur mal klarstellen.
Hatte ich es doch richtig in Erinnerung, nur Frank hat mich in der Sache total durcheinander gebracht :oops:
Calhagan hat geschrieben: und zweitens.... hat da jemand n tonband mitlaufen lassen..? Oô
ich möcht euch beiden zu dieser leistung gratulieren, ich habs gern nochmal gelesen was wir so angerichtet haben,... und von wegen wortwahl und "stimmung", erstklassig rübergebracht, im text wie im rpg.

By Calhagan :dontgetit:
Tatsächlich war es nur ein Gedächtnisprotokoll als Grundgerüst, das dann von Frank noch (in seiner typischen Art und Weise :twisted: ) überarbeitet wurde.

Aber lasst euch davon nicht abhalten gegebenenfalls eure eigenen "Machwerke" zu verfassen und zu veröffentlichen. :D

Man sieht sich spätestens beim nächsten mal :angel:
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Red Alert hat geschrieben:Tatsächlich war es nur ein Gedächtnisprotokoll als Grundgerüst, das dann von Frank noch (in seiner typischen Art und Weise :angel: ) überarbeitet wurde.

Aber lasst euch davon nicht abhalten gegebenenfalls eure eigenen "Machwerke" zu verfassen und zu veröffentlichen.
Na, ja. "Nur" kann man schlecht sagen, da ca. zwei Drittel bis drei Viertel des Inhalts der obigen Geschichte von Hugo stammen. Ich habe tatsächlich nur ein paar Namen und Bezeichnungen aus dem Hintergrund der Welt der Engel eingefügt, die Hugo als jemand, der diese Welt ja erst kennenlernt, noch nicht geläufig waren.

Aber ich kann tatsächlich jeden auch nur auffordern seine Sicht bzw. die seines Charakters mal zu veröffentlichen (kann ja auch kürzer sein ;) ).
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Evil Gretchen
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Beitrag von Evil Gretchen »

hehe, nächstes mal vielleicht. ist sicher spaßi

Mit Gott und Gabriel
sind wir schnell
vor ort
im hort
kirche vor
noch ein tor
gegen traumsaat
so ich bat!
*sing*
lobpreiset die kirche...

so, das reicht für eine weile, um nicht mit nachsicht behandelt und geläutert zu werden... :D
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Brav gesungen zum Heile des Herrn, Benedicta von den Gabrieliten.

Daher hier eine kurze Belehrung über die Templer in der Welt:

Von den Templern in der Welt
Einhard, Magister der Templer im Himmel der Gabrieliten hat geschrieben: "Wenn eines Tages die Traumsaat vor den Toren der Himmel erscheint, werden wir vorbereitet sein und den Engeln zeigen, daß wir es wert sind, für sie zu sterben."
Der Name "Templer" gebührt nur den Wagemutigsten und Tapfersten der Menschen. Jenen, die bereit sind unter Einsatz ihres Lebens und mit absoluter Hingabe einen heiligen Ort zu bewachen und zu verteidigen.

Mit ihrer äußeren Tracht, die der von Engeln getragenen nachempfunden ist, zeigen die Templer in ihrem Auftreten in der Welt, daß die himmlischen Streiter ihre Ideale sind, denen sie mit Hingabe nacheifern. Sie tragen die gleichen weiten Kriegsröcke, wie die Engel. Auch die Bandagen an den Armen. Sogar ihre Haartrachten ähneln den Engeln des Ordens dem sie als Templer dienen. Durch die Annäherung im Erscheinungsbild und die strengen Regeln und Eide, die das Templerleben bestimmen, wollen die Templer den Engels-Scharen Anerkennung und Respekt zollen.

Im Unterschied zu Engeln tragen die verletzlicheren menschlichen Templer auch Rüstungen. Vornehmlich aus Metall gefertigte Harnische von hoher und höchster Qualität. Aber auch andere Materialien kommen zum Einsatz. Vorsintflutliche Polymere oder Keramiken, die von den vergangenen Ragueliten einst hergestellt wurden, finden ebenso Anwendung, wie nachwachsende Materialien wie Holz, welches z.B. für die leichten Armschienen und Beinschienen verwandt wird. Holz ist leicht und erhält somit die hohe Beweglichkeit, die den Kampfstil der Templer prägt. Helme werden von Templern nur sehr selten getragen, da der himmlische Segen stets ungehindert über ihr Haupt kommen soll.

Nicht nur die Rüstungen, sondern auch die Waffen eines Templers sind von allerhöchster Qualität. Die Templerwaffen sind sogar noch besser als die der Beutereiter, auch wenn Templer aufgrund ihrer Glaubensprinzipien keine Schußwaffen einsetzen können. Diese Tatsache trägt ihnen oftmals den Hohn und Spott der Beutereiter ein, die ja Musketen, Armbrüste etc. verwenden dürfen. Viele Beutereiter halten diese Einschränkung für dumm und für ein Zeichen von Schwäche. Doch die Templer wissen es besser.

Die Lehren der Templer stützen sich auf die Fähigkeit eines Templers seine inneren Energien und verborgenen Kräfte bewußt zu manipulieren. Ein Templer kann seine Energien in jedes Körperteil lenken und somit einen Schlag oder einen Tritt mit vernichtender Wirkkraft ausführen. Dazu ist jedoch ein langes und diszipliniertes Studium des menschlichen Körpers, der Energien und der Kampfkünste notwendig. Geist, Körper und Seele müssen bei einer solchen Kraftentfaltung für einen Moment wirklich eins sein. Einem Meister dieser Fähigkeit erschließt sich sogar die Kraftweiterleitung über seinen eigenen Körper hinaus. Er kann seine innere Kraft auch in seine Waffe lenken, wodurch diese noch vernichtender eingesetzt werden kann. Um dies tun zu können, muß der Templer einen beständigen Kontakt seines Körpers mit seiner Waffe haben. Er braucht einen angemessenen Griff, eine Wohlspannung im Führen der Waffe, durch die er das energetische Band mit seiner Waffe aufrecht erhält. Man sagt, ein Templer soll seine Waffe wie einen Vogel halten: hält er die Waffe zu fest, "erstickt" sie - hält er die Waffe zu leicht, dann "fliegt sie davon". Den rechten Griff und das rechte Gefühl für die Waffe zu haben, ist den Templern so wichtig, daß der unter Templern übliche Abschied vor einer Schlacht dies beinhaltet: mit den Worten "tenere capere" - fassen und halten - wünschen Templer einander den "rechten Griff" in der Schlacht.

Warum können Templer dann keine Schußwaffen einsetzen? Wenn eine Waffe sich aus der Hand und vom Körper des Templers löst, so zerreißt das Energieband, daß den Templer mit der Waffe harmonisiert. Dadurch wird der Angriff ein mit bloßer roher äußerer Kraft ausgeführter "normaler" Angriff, den selbst die heruntergekommenen Beutereiter beherrschen. Ein Templer kann so etwas ohne jegliches Üben. Die wahre Kunst des vernichtenden Angriffs besteht darin die Einheit von Körper, Geist und Seele zu erlangen und durch diese Einheit nicht mit der Waffe, sondern mit seinem Selbst den Gegner auszulöschen. Man brennt mit dem Feuer des eigenen Glaubens die Verderbtheit des Gegners aus dessen sündigem Leib. Diese hohe Kunst der Templer ist es, die unverständigen Augen verborgen bleibt.

Das Üben der geheimen Lehren der Templer besteht zu einem großen Teil aus täglichem Waffentraining, so daß die Waffen keine Gegenstände oder gar Fremdkörper mehr darstellen, sondern wie zusätzliche Arme und Beine geführt werden können. Dazu kommt tägliche Meditationsübung um den Geist und die Seele zu stärken. Der Erfolg gibt den Templern Recht. Ein Templer ist ein Meister in nahezu jeder Nahkampfwaffe, die in den jeweiligen Orden gelehrt wird. Dazu haben manche Templer noch ihre bevorzugten Waffen, in deren Führung sie sich über das normal schon hohe Niveau der Templer hinaus auszeichnen. Aber es gibt keine wirklich vorgeschriebene Standardwaffe. Für die jeweiligen Missionen nimmt ein Templer die ihm zugewiesene Waffe, da er darin ohnehin exzellent ausgebildet ist.

Was den Feinden der Templer das Fürchten lehrt ist neben ihrer ausgesprochenen Kampfkraft die Todesverachtung. Ein Templer braucht den Tod nicht zu fürchten oder zu scheuen, da er eine spirituelle Reinheit bewiesen hat, die es ihm garantieren wird, dereinst als Engel dem Herrn dienen zu dürfen. Dieses Versprechen der Angelitischen Kirche ist ein unbezahlbarer Vorteil, den kein dahergelaufener Söldner, egal ob von der Kirche oder von einem Schrottbaron eingekauft, vorweisen kann. Das höchste Ideal eines Templers ist es, in Erfüllung seiner Pflicht von dieser Welt abberufen zu werden.

Auch Templer haben Ränge. Doch Außenstehenden bleiben diese meist verborgen, da sie nicht einfach an ihrem Äußeren wie durch Rangabzeichen erkennbar sind. Templer sind nämlich nicht daran interessiert, daß ihre hochrangigen Mitstreiter für ketzerische Heckenschützen schon aus der Ferne ein gutes Ziel abgeben, weil sie an ihrer Tracht oder einem Abzeichen erkannt werden können. Außerdem stellt ja für jeden normalen Bürger ein jeder Templer eine Respektsperson dar, so daß auch in dieser Richtung keine Rangabzeichen vonnöten sind. Untereinander erkennen Templer ihren Rang zumeist an einem komplexen Code farbiger Lederschnüre, die über der Brust an den Harnisch geknüpft sind. Dieses unscheinbare Rangsystem wird jedoch durch die verlustreichen Kriege gegen die Ketzer und die Traumsaat der letzten Jahre verstärkt in Frage gestellt. Gerade jüngere Templer, die in blutigen Kämpfen schnell in den Rängen aufgestiegen sind, meinen oftmals, daß der Status innerhalb des Ordens auch mit Stolz offen sichtbar getragen werden solle. Älteren Templern mißfällt dies oftmals und die Heißköpfe ernten zumeist Kopfschütteln, enttäuschte Blicke oder auch mal deutlichere Worte. (Mehr über die Rangstruktur der Templer an anderem Orte zu einer anderen Zeit. Einen Begriff sollte man jedoch hier noch klären: "Kustode" - auch Custos, der Wächter genannt - ist der oberste Templer eines Himmels oder Klosters. Daher der Titel: "Für Kirche und Kustode".)

Die Ordenszugehörigkeit ist bei einem Templer stets leicht zu erkennen. Templer tragen die Farben ihres Ordens. Auch wenn sie in gemischten Einheiten oder in Klöstern anderer Orden eingesetzt werden, behalten sie stolz ihre Ordenstrachten bei. Dies kann gerade vor größeren Schlachten ein recht farbenprächtiges Bild ergeben, welches oftmals auch die Neugier der himmlischen Streiter erregt, so daß sie dicht über den bunten Heerhaufen fliegen. Dieser Segen durch die Engel des Herrn gilt als gutes Omen für die Schlacht und läßt die Templer noch beherzter kämpfen, als ohnehin schon.

Beim Dienst innerhalb eines Himmels sind die Aufgaben und Befugnisse eines Templer relativ klar. Die Eingänge des Himmels, die Himmelspforten, müssen stets bewacht und gesichert werden, kein Mensch oder gar ein anderes Wesen, darf ohne überzeugenden Grund oder ohne eine Einladung in die Engelsburgen gelangen. Wer unbefugt versucht einen Himmel zu betreten, wird durch die Effizienz der Templer schnell für immer daran gehindert werden - in solchen Fällen ist keine Anklage oder gar ein Gerichtstag vonnöten, die Templer vollstrecken sofort. In Siedlungen im Umland der Himmel gibt es jedoch eine stärker Trennung der Rechtsgewährung von der Vollstreckung. Hier patroullieren Templer regelmäßig, verfolgen kleinere Streitigkeiten, Zwistigkeiten zwischen Händlern, kümmern sich um Delikte wie Diebstahl und oder Schlägereien. Ernstere Untaten wie Mord werden von Templern verfolgt, aber sie urteilen nicht selbst. Der Täter wird von den zuständigen Ab, Bischof oder Erzbischof gebracht und von diesem abgeurteilt. So etwas findet an den regional zu unterschiedlichen Zeiten stattfindenden Gerichtstagen statt. Dabei werden oftmals an einem Tag mehrere Fälle verhandelt. Das Strafmaß wird dabei vom jeweiligen Ab, Bischof oder Erzbischof verhängt und kann von Verwarnung über Verbannung bis zur Hinrichtung je nach Vergehen und Schwere des Vergehens alles beinhalten.

Soviel zu den Templern vor dem nächsten Teil von "Für Kirche und Kustode"
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